So mein neuer Fernseher ist da kann ich endlich mal wieder
entspannt Filme anschauen ohne dabei die untere Hälfte zu
verpassen. Heute fiel die Wahl eher zufällig auf Ghosted… Nun
hätte ich die Webseite zum Film vorher gesehen hätte ich ihn mir
wahrscheinlich nicht angeschaut. Normalerweise wenn ich Sachen lese
wie “drei Frauen, zwei Welten, eine Liebe” oder “eine
außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Welten” kommt mir
die ganz große Angst dass es sich dabei nur um eine monströse Schnulze im
Arthouse-Gewand handelt.
Dabei werden diese beiden Zeilen dem Film in keinster Weise gerecht. Die Liebesbeziehungen steht zwar ganz klar im Vordergrund der Handlung, es wird einem aber nicht aufgedrängt; Es passiert einfach so nebenher… Ich hatte eigentlich nie das Gefühl eine Liebesfilm zu sehen… Im Zentrum standen eher die schönen Aufnahmen, die sehr angenehm ruhige Kameraführung; Die Schauspieler haben leider meist etwas gezwungen gewirkt; mag sein, dass es so gewollt war… Diese Verkrampftheit hat stellenweise ja auch sehr gut zu den einzelnen Rollen gepasst, im Ganzen wirkte es aber meist etwas zu stark aufgesetzt. Das hat es mir auch nicht möglich gemacht, die Distanz zu den Charaktären zu verringern um richtig in den Film einzutauchen. Am Ende wird es auch noch ein bißchen eso-kitschig, was vorher eigentlich relativ geschickt vermieden wurde… Aber irgendwie musste sich wohl noch das Siegel “Mystery” bei IMDB verdient werden.
Zeitverschwendung war der Film definitiv nicht, aber es wird wohl, zumindest von meiner Seite, beim einmaligen Ansehen bleiben.
