In der Presse heißt es ja allgemein, Google hatte die deutsche Politik mit der “plötzlichen” Einführung von Streetview überrumpelt… Naja wenn man bei Einführung bis Jahresende und einer vierwöchigen Einspruchsfrist von überrumpeln spricht, sagt das schon einiges über die Flexibilität der deutschen Politikerkaste; Urlaub hin oder her…
Ist ja nicht so als ob das Thema nicht schon länger streitbar wäre und man sich da auf Regierungsebene auch ruhig schon in produktiver Art und Weise auseinandersetzen hätte können. Gesetze die die offenen Fragen klären könnten, müssten schon längst unterwegs sein. Zum einen, um verunsicherten Bürgern Klarheit zu geben und zum anderen hat auch Google Anspruch auf Rechtssicherheit; unabhängig von eventuell vor- oder abhandenen Sympathien für diesen Konzern. Schließlich wurde auch hier Geld investiert… Fairness muss auch für Datenkraken sein…
Abgesehen davon; die Hysterie die sich da gerade in der Bevölkerung breitmacht hätte ich mir bei vielen anderen Gelegenheiten gewünscht: Elektronische Gesundheitskarte, Kameraüberwachung öffentlicher Plätze, Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren, ELENA, neuer Personalausweis und was weiß ich noch alles. Geht es um Photos von Häusern werden die Persönlichkeitsrechte und der Datenschutz beschworen, ansonsten regt sich kaum Widerstand. Nebenbei wird sich auch noch bei Payback und ähnlichem angemeldet und vielleicht auch noch der Einsatz von Körperscannern gutgeheißen.
Aber die Politiker sind ja auch keinen Deut besser. Gegen Photos Sturm laufen und den ganzen anderen Müll absegnen… Außer natürlich man ist in der Opposition, da ist man ja immer dagegen.
Ach ja und dann gibt es ja noch die Kategorie missgünstig. Also Menschen die es Google einfach nicht gönnen wollen, dass mit einer Idee Geld verdient wird… Aber auf diesen Kleingeist möchte ich jetzt gar nicht erst eingehen…
Sehr treffend fand ich diesen Tweet hier:
Wer selber twittert kann ihm ja noch ein paar Sternchen dafür da lassen…

